Psychiatrisch häusliche Krankenpflege
Wir sind anerkannter Fachpflegedienst
Menschen Domizil GmbH bietet seit Oktober 2012 die psychiatrisch Häusliche Krankenpflege (pHKP) an und ist seitdem ein anerkannter Fachpflegedienst nach § 37 SGB V und somit zugelassener Partner der Krankenkassen. Wir sind stolz darauf, die fachlichen Voraussetzungen zu erfüllen, so dass Sie sicher sein können, von examinierten Gesundheitspflegern unterstützt zu werden, die zudem eine 200 Stunden Fortbildung absoviert haben, sich darüber hinaus fortlaufend über Fortbildungen und Supervisionen sowie Fallbesprechungen weiterbilden und professionell arbeiten. Unsere Pflegedienstleitung ist ebenfalls examinierte Gesundheitspflegerin, hat die Zusatzqualifikation Pflegedienstleitung und eine zweijährige, nebenberufliche Weiterbildung zur Fachgesundheitspflegerin für psychiatrische Pflege absolviert.


Der Patient hat die Wahl
Diese Anstrengungen waren es uns Wert und sind es weiterhin, denn wir sind seit 2004 begeistert von den Möglichkeiten einer ambulanten, fachlichen Unterstützung. Auch in der pHKP mobilisieren wir mit dem Menschen in seinem gewohnten Lebensalltag Ressourcen, beraten und stabilisieren ihn, fragen nach Wünschen und Zielen und beschreiten gemeinsam neue Wege. Dabei wird auch das soziale Umfeld des Menschen berücksichtigt und einbezogen.
Wir halten es für eine gute Idee, dass die pHKP neben den bestehenden, stationären Angeboten, dem Patienten eine Wahl läßt. Die Wahl, stationäre Aufenthalte zu verkürzen oder sogar ganz zu vermeiden. So entstehen passgenaue Hilfen.
Sie können sich darauf verlassen, dass wir unsere Besuche/Kontakte diskret und professionell gestalten. Neben den Hausbesuchen bieten wir auch Gespräche in unseren Büros an.
Leistungsbereiche
Rahmenbedingungen
Eine Verordnung kann von folgenden Vertragsärzten ausgestellt werden:
Auch eine psychiatrische Institutsambulanz (nach §118 SBG V) kann verordnen.
Eine weitere Möglichkeit besteht über eine Verordnung durch die Hausärztin / den Hausarzt. Dazu ist allerdings eine vorherige Diagnosesicherung über einen der oben genannten Fachärzte erforderlich, welche nicht älter als 4 Monate sein darf. Außerdem darf die Verordnung 6 Wochen nicht überschreiten, es ist also bei einem weiteren Bedarf eine Anbindung an einen der oben genannten Fachärzte erforderlich. Im begründeten Einzelfall kann die pHKP bei Bedarf zur Krisenintervention verlängert werden.
Zu den verordnungsfähigen Diagnosen lesen Sie bitte den nächsten Artikel.
Die ambulanten Besuche der pHKP orientieren sich am Patientenbedarf. Der Behandlungszeitraum kann sich über eine Dauer von bis zu 16 Wochen erstrecken. Seitens der Krankenkassen werden bis zu 14 Einheiten je Woche genehmigt, eine Einheit beinhaltet jeweils 60 Minuten.
Die Kosten der pHKP werden auf Grundlage der Verordnungen des behandelnden Arztes durch die zuständige Krankenkasse größtenteils oder bei vorliegen einer Zuzahlungsbefreiung fast vollständig übernommen.
Die Krankenkasse fordert einen Zuzahlungsbetrag in Höhe von 10% für die ersten 28 Termine ein. Dieser Betrag variiert je nach Leistungsumfang in dieser Zeit, aber kann über eine Zuzahlungsbefreiung größtenteils erstattet werden. Dabei kommt es darauf an, wie hoch die grundsätzliche Zuzahlung zum Antrag auf Befreiung berechnet wird. Als Service beraten wir Sie gerne, wie Sie diesen Antrag bei der Krankenkasse stellen können.
Auch der neue Begriff der "psychiatrische Häusliche Krankenpflege" führt teilweise zu falschen Vorstellungen. Daher zur Erklärung an dieser Stelle: Hier ist nicht die somatische Pflege gemeint, wir "pflegen" die Seele. Sollten Sie einen Bedarf in der somatischen Pflege haben, vermitteln wir an andere Dienste weiter.
- Fachärztin oder Facharzt für Nervenheilkunde
- Fachärztin oder Facharzt für Neurologie
- Fachärztin oder Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- Fachärztin oder Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
- Fachärztin oder Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Verordnungsfähige Diagnosen
Die Bestandsseite listet verordnungsfähige Diagnosen als ICD-Codes mit Bezeichnungen auf. Die Liste wurde für die neue Seite bereinigt und strukturiert übernommen.
- F00.1: Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1)
- F01.0: Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn
- F01.1: Multiinfarkt-Demenz
- F01.2: Subkortikale vaskuläre Demenz
- F02.0: Demenz bei Pick-Krankheit
- F02.1: Demenz bei Creuztfeldt-Jakob-Krankheit
- F02.2: Demenz bei Chorea Huntington
- F02.3: Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom
- F02.4: Demenz bei HIV-Krankheit
- F02.8: Demenz bei andernorts klassifizierten Krankheitsbildern
- F06.0: Organische Halluzinose
- F06.1: Organische katatone Störung
- F06.2: Organische wahnhafte Störung
- F06.3: Organische affektive Störungen
- F06.4: Organische Angststörung
- F06.5: Organische dissoziative Störung
- F06.6: Organische emotional labile (asthenische) Störung
- F07.0: Organische Persönlichkeitsstörung
- F07.1: Postenzephalitisches Syndrom
- F07.2: Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma
- F20.0: Paranoide Schizophrenie
- F20.1: Hebephrene Schizophrenie
- F20.2: Katatone Schizophrenie
- F20.3: Undifferenzierte Schizophrenie
- F20.4: Postschizophrene Depression
- F20.5: Schizophrenes Residuum
- F20.6: Schizophrenia simplex
- F20.7: Sonstige Schizophrenie
- F20.8: Sonstige Schizophrenie
- F20.9: Schizophrenie, nicht näher bezeichnet
- F22.0: Wahnhafte Störung
- F22.8: Sonstige anhaltende wahnhafte Störung
- F22.9: Anhaltende wahnhafte Störung, nicht näher bezeichnet
- F25.0: Schizoaffektive Störung, gegenwärtig manisch
- F25.1: Schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv
- F25.2: Gemischte schizoaffektive Störung
- F25.8: Sonstige schizoaffektive Störungen
- F25.9: Schizoaffektive Störung, nicht näher bezeichnet
- F30.0: Hypomanie
- F30.1: Manie ohne psychotische Symptome
- F30.2: Manie mit psychotischen Symptome
- F30.8: Sonstige manische Episoden
- F30.9: Manische Episode, nicht näher bezeichnet
- F31.0: Bipolare affektive Störung gegenwärtig hypomanische Episode
- F31.1: Bipolare affektive Störung gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome
- F31.2: F31.3
- F31.4: F31.5
- F31.6: F32.2
- F32.2: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
- F32.8: Sonstige depressive Episoden
- F33.2: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
- F33.3: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen
- F41.0: Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)
- F41.1: Generalisierte Angststörung
Zielbestimmung
Die pHKP ist ein personenzentriertes und sozialräumlich ausgerichtetes Unterstützungsangebot.
Wir möchten mit diesem Angebot erreichen, dass Menschen mit einer psychischen Erkrankung - auch in Krisensituationen- ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten, sozialen Umfeld führen können.
Wir arbeiten systemisch und sind professionell vernetzt mit Ärzten, ges. Betreuern, Therapeuten und anderen sozialen Diensten. Dadurch können wir Ihnen verschiedenste, auch weiterführende Unterstützungen vorstellen und Sie dazu beraten und begleiten.
Ziel ist unter anderem, falls noch nicht vorhanden, eine Anbindung an einen psychiatrischen Facharzt umzusetzen. Dabei werden die Bedürfnisse und Ziele des Patienten individuell auf das ärztliche Behandungskonzept abgestimmt. Der Patient steht im Mittelpunkt dieser Unterstützung und profitiert auf der einen Seiten von seinen Gestaltungsmöglichkeiten und seiner Mitbestimmung als auch von den professionellen Ressourcen an seiner Seite.
Eine psychische Erkrankung kann jeden Menschen treffen, sie interessiert sich nicht für den Bildungsstand, das Einkommen oder für die beruflichen und privaten Aufgaben, die gewöhnlich von diesem Menschen bewältigt werden.
Ein Ziel der pHKP ist daher, in Krisen ein realtiv frühes Unterstützungssystem anzubieten, welches dem Menschen hilft, sein Leben neu zu gestalten und wieder "auf die Füße zu kommen."
Mögliche Hilfestellungen
Wir möchten Ihnen mit dieser Übersicht einen kurzen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der psychiatrisch häuslichen Krankenpflege geben. Die Tätigkeiten / Tätigkeitsbereiche der pHKP setzen sich aus folgenden Merkmalen zusammen:
Der Tätigkeitskatalog "Ambulante Psychiatrische Pflege" ist von der "BAPP - Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V." entwickelt worden. Die Urheberrechte liegen bei der BAPP.
Weitere Informationen zur Arbeit der Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V. erhalten sie unter www.bapp.info
- Erstgespräch / Hilfebedarfsplanung (Assessment)
- Beziehungsgestaltung
- Feststellen, Beobachten, Dokumentieren des Hilfebedarfs und dessen Entwicklung (Pflegeprozess)
- Wahrnehmen und Beobachten von Krankheitszustand und Krankheitsentwicklung
- Anregung / Abstimmung therapeutischer, pflegerischer und ergänzender Maßnahmen
- Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt
- Hilfe bei der Medikamenteneinnahme
- Vorsorge bei Eigengefährdung oder Fremdgefährdung
- Krisenintervention
- Aktivierung zu elementaren Verrichtungen, Training von Alltagsfertigkeiten
- Psychiatrische Entlastung im Alltag
- Kognitives und psychisches Training
- Hilfe beim Umgang mit beeinträchtigenden Gefühlen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen
- Hilfe bei der Tagesstrukturierung / Wochenstrukturierung
- Zusammenarbeit mit Familienangehörigen / Partnern
- Kontaktaufnahme und Kooperation mit anderen Diensten, Fachpersonal und Institutionen
Ansprechpartner

Kerstin Moltzen
Fon: 0591 - 13381392

Christoph Lenger
Fon: 04961 - 91 38 240

Diane Wester
Fon: 05931 - 88 11 873
